#wegbegleiter – Woche 17

»Stigmatisierung in der Gesellschaft – Haben wir wirklich schon so viel dazugelernt?«

In den letzten Jahren konnte man fast den Eindruck gewinnen, dass einige psychische Erkrankungen zur Modererscheinung geworden sind und in der Gesellschaft immer mehr ihren Platz gefunden haben.
Und doch findet die Stigmatisierung nach wie vor statt, täglich und in allen Bereichen.
Haben wir wirklich so viel dazugelernt, wie wir glauben, und sind wir so offen, wie wir es von uns behaupten?

Diese und weitere Fragen stellen wir in unserem neuen Wochenthema der #wegbegleiter -Aktion.

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Kostenloses Lesefutter zum Thema

Free-Book: Leseprobe aus »Eine andere Art von Wahnsinn – Vom langen Schweigen und Hoffen einer Familie«

Als der junge Stephen Hinshaw, heute Professor für Psychologie und Psychiatrie, von der schweren psychischen Erkrankung seines Vaters erfuhr, hob sich ein Schleier aus Schweigen und Scham, der jahrelang über der Familie gelegen hatte. Hinshaw nennt diese Offenbarung seine »psychische Geburt«. Nach all den Jahren, in denen er die Erkrankung seines Vaters miterlebt hatte, ohne zu wissen, dass die Störung existierte, begann er nun damit, die Mosaiksteinchen der Lebensgeschichte seines Vaters zusammenzusetzen.

Hinshaw schildert in seiner Autobiografie, was die Geheimhaltung und das Stigma der psychischen Erkrankung für die Betroffenen, aber auch die Angehörigen bedeuten. Behutsam gibt er allen Familienmitgliedern eine Stimme. Sein fachlicher Hintergrund ordnet die persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen in einen größeren Zusammenhang ein. Und so ist das Buch vor allen Dingen auch ein Plädoyer gegen die Stigmatisierung psychischer Erkrankungen.

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Free-Book: Leseprobe aus »Stigma psychische Krankheit – Zum Umgang mit Vorurteilen, Schuldzuweisungen und Diskriminierungen«

Schonungslos offenbart der bekannte Psychiater und Autor Asmus Finzen die aktuelle Realität psychisch erkrankter Menschen, für die Vorurteile und Diskriminierung oft schwerwiegende Komplikationen ihrer Erkrankung sind. Sein Fazit: Die aufwändigen Antistigmatisierungs-Kampagnen sind kläglich gescheitert.

Finzen analysiert die Gründe. Er deckt Stigmatraditionen, -typen und -prozesse im Bereich psychischer Erkrankungen auf, klärt die Rolle der Massenmedien und die der Lehre. Er schult die Antistigma-Kompetenz seiner Leser*innen: Selbsthilfe, Psychoinformation und Psychoeduktion, Stigmamanagement sind überzeugende Konzepte gegen die Macht von Vorurteilen und Schuldzuweisungen.

Es gibt kein Buch, das die gesellschaftlichen Hintergründe der Stigmatisierung so detailliert offenlegt, wie dieses; es hat die gesellschaftspolitische Diskussion geprägt.

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Kostenloser Artikel aus der Psychosozialen Umschau

Eine Anti-Stigma Kampagne in Mecklenburg-Vorpommern versucht, mit Humor Vorurteile auszuhebeln und insbesondere mit Arbeitgebern ins Gespräch zu kommen.

Hier finden Sie den Artikel »Nicht mehr alle Latten am Zaun?!« aus der Psychosozialen Umschau 3/2017 als kostenlosen Download:

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Buchtipps zum Thema

»Der Zahlendieb – Mein Leben mit Zwangsstörungen«

In seiner Autobiografie schildert Oliver Sechting, Sozialpädagoge und Lebensgefährte von Rosa von Praunheim, nicht nur die Entwicklung und Ausprägungen seiner Ängste und Zwänge, sondern auch Erklärungs- und Bewältigungsversuche. Ein engagierter Erfahrungsbericht, der anderen Zwangserkrankten Hoffnung und Selbstbewusstsein vermittelt.

Das Buch beginnt mit der humorvollen Schilderung einer gutbürgerlichen Kindheit im Beige-Grün der Endsiebziger Jahre, entwickelt sich über erste sexuelle Empfindungen und die damit verbundenen Ängste und Schamgefühle hin zu den ersten bedeutsamen Symptomen einer Zwangserkrankung, und dem vagen Verdacht, dass sie möglicherweise mit dem Tod des Vaters oder der verheimlichten Homosexualität zusammenhängen.

Die Erkenntnis, dass die Zwänge kein Defizit, sondern eine Erkrankung darstellen und helfen, verschiedene Ängste zu regulieren, entlastet den Autor. Er sucht sich professionelle Hilfe, erlebt ein erfolgreiches Coming-out und entwickelt Bewältigungsstrategien, um trotz der Erkrankung ein erfülltes Leben anzustreben. Das Buch entstand unter Mitarbeit von Karen-Susan Fessel.

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Antistigmaarbeit beginnt bei den Kleinsten: »Nebeltage, Glitzertage – Kindern bipolare Störungen erklären «

Manchmal ist es in der Wohnung ganz still und trübe – als wäre es ganz nebelig. An solchen Tagen kann Mama nicht aufstehen. Logisch, dass Pit als großer Bruder für Lina da ist! Und dann sind da noch die Glitzertage – an solchen Tagen will Mama ganz viel machen und kaufen. Sie beschenkt und verwöhnt Pit und Lina. Da kann auch mal das ganze Wohnzimmer voller Topfpflanzen stehen. An solchen Tagen wird Papa ganz böse. Er macht sich Sorgen, weil Mama so viel kauft.

Gut, dass es Onkel Jan gibt. Er kennt Mama und erklärt Pit und Lina, was mit Mama los ist. Ein Arzt kann Mama schließlich helfen. Und die Topfpflanzen? Die kriegen die Nachbarn – ist doch klar!

Anschaulich und sehr liebevoll beschreibt das Buch aus Sicht zweier Geschwister das Wechselbad der Gefühle durch die bipolare Störung der Mutter. Die Empfindungen der Kinder, aber auch ihr Zusammengehörigkeitsgefühl werden feinfühlig dargestellt. Angeboten wird die emotionale Entlastung angesichts der psychischen Erkrankungen eines Elternteils.

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Sonderangebot zur Themenwoche

Die Titel »Eine andere Art von Wahnsinn – Vom langen Schweigen und Hoffen einer Familie« und »Stigma psychische Krankheit – Zum Umgang mit Vorurteilen, Schuldzuweisungen und Diskriminierungen« im Paket für nur 30,00 statt 40,00 €.

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HopeLit: Kostenlose Kinderbuchplattform

Zusammen mit anderen Menschen aus der Buchbranche haben wir eine Plattform ins Leben gerufen, die kostenloses Beschäftigungsmaterial für Kinder zur Verfügung stellt. Texte, Videos, Illustrationen, Malvorlagen. Das alles gibt es unter: www.hopelit.de – Geschichten zum Lernen, Lachen, Hoffen.


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